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Psychotherapeutisch orientierte, ganzheitliche Therapie für Long Covid (oder PostVAC) Betroffene

Ich biete eine psychotherapeutisch orientierte Long Covid Sprechstunde an. Aufgrund meiner eigenen Genesungsreise bin ich sehr gut vertraut mit den psychischen Herausforderungen, die diese Krankheit unweigerlich mit sich bringt. 

Darüber hinaus kann ich Sie in der Strukturierung eines Alltags in Hinblick auf die oft vorliegende Dysbalance des Nervensystems (mithilfe von Brainretraining und aktiver Erholung), mit Beratung zu einer geeigneten antientzündlichen Ernährung und Supplementierung von Nahrungsergänzungsmitteln und vor allem im behutsamen Aufbau der körperlichen Belastbarkeit (vorsichtige körperliche Aktivierung im Rahmen der Baseline ist Teil der Genesung) unterstützen.

Da Long Covid (oder PostVAC) sehr unterschiedlich verläuft, ist die Therapie immer individuell. Ziel ist eine ganzheitliche Stabilisierung, die Psyche, Körper, Hormonsystem, Nervensystem und damit die Lebensqualität gleichermaßen berücksichtigt. 

Wir können in Präsenz oder online, wöchentlich oder seltener, einmal oder wiederholt miteinander arbeiten, ganz so, wie es zu Ihrer momentanen Belastbarkeit passt. 

Abgerechnet wird über die Krankenkassen als Psychotherapiesitzung. Ansonsten ist die Sprechstunde selbstverständlich als Selbstzahlerleistung buchbar. 

Cave: diese Sprechstunde ist nur bei Dr. Corinna Spaethe möglich.

Dr. Corinna Spaethe, genesen von Long Covid

Genesung ist möglich!

Long COVID – Beschwerdebild und unterstützende Therapieansätze

Long COVID (bzw. PostVAC) bezeichnet Beschwerden, die Wochen oder Monate nach einer überstandenen COVID-19-Infektion (oder Covid-Impfung) fortbestehen oder neu auftreten. Die Symptome können sehr verschieden sein und sowohl körperliche als auch psychische Bereiche betreffen. Die Erkrankung verläuft individuell oft unterschiedlich und kann den Alltag erheblich beeinträchtigen.

Typische Beschwerden

Betroffene berichten häufig über ein breites Spektrum an Symptomen. Dazu können gehören:

  • Ausgeprägte Erschöpfung (Fatigue)

  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme („Brain Fog“)

  • Atembeschwerden oder Kurzatmigkeit

  • Herz-Kreislauf-Beschwerden wie Herzrasen, Blutdruckschwankungen

  • Muskelschmerzen und Schwäche

  • Schlafstörungen

  • Geruchs- und Geschmacksveränderungen

  • Stimmungsbelastungen, z. B. erhöhte Reizbarkeit, Angst oder Niedergeschlagenheit

Da Long COVID viele Körpersysteme betreffen kann, erfordert die Diagnose und Betreuung oft einen ganzheitlichen und interdisziplinären Ansatz. 

Dysbalance des Nervensystems

Long Covid Erkrankte entwickeln nach der akuten Erkrankung eine Dysregulation des autonomen Nervensystems, also des Systems, das unbewusst Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung und Verdauung steuert. Diese Dysbalance kann sich äußern als:

  • Übererregbarkeit („Daueralarm“ des Körpers)

  • Unverträglichkeit von Belastung (Post-Exertional Malaise)

  • Kreislaufinstabilität

  • Schlafstörungen oder innere Unruhe

Therapeutisch ist die Regulation des Nervensystems sehr sinnvoll – etwa durch moderates Atemtraining, Entspannungstechniken wie Meditation, Vagusnerv-Übungen, Yoga Nidra, somatic tracking oder leichtes Yin Yoga. Reizreduktion ist wichtig, aber auch eine behutsame körperliche und/oder kognitive Aktivierung. Diese Maßnahmen dienen dazu, das vegetative Gleichgewicht schrittweise zu stabilisieren.

Psychosomatische/ Psychotherapeutische Begleitung

Long COVID ist keine rein psychosomatische Erkrankung, doch psychische Belastungen können den Verlauf beeinflussen und körperliche Symptome verstärken. Eine psychosomatisch und psychotherapeutisch orientierte Begleitung kann helfen,

  • Stress besser zu regulieren,

  • mit anhaltenden Beschwerden umzugehen,

  • den Alltag trotz Einschränkungen neu zu strukturieren,

  • Ängste und Überforderung zu reduzieren.

Abhängig von Bedarf und persönliche Ressourcen kann das Therapieangebot inhaltlich individuell auf die Betroffene zugeschnitten werden.

Aufbau der körperlichen Belastbarkeit

Viele Patientinnen mit Long COVID leiden unter Belastungsintoleranz, Muskelschwäche oder Kreislaufinstabilität. Wichtig ist ein behutsamer, langsamer und strukturierter Aufbau – ohne Überforderung, damit der Körper sich in Sicherheit weiß. 

Prinzipien des Belastungsaufbaus

  • Pacing: Aktivitäten so planen, dass Erschöpfungszustände und Rückschritte vermieden werden.

  • Gestufte Aktivierung: Beginn mit sehr kurzen, gut tolerierten Einheiten wie ruhigem Gehen oder sanfter Mobilisation. 

  • Stärkung des autonomen Nervensystems: Atemtechniken, Entspannung, Reizreduktion und regelmäßige Erholungsphasen.

  • Körperwahrnehmung: Lernen, frühe Belastungszeichen zu erkennen.

  • Schrittweise Erweiterung: Wenn die Basisbelastbarkeit stabil ist, wird langsam gesteigert, zuletzt kann Kraftaufbau integriert werden.

Ziel ist eine sanfte Stabilisierung, die den Körper unterstützt, ohne das Nervensystem zu überfordern. 

Ernährung, Mikronährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel

Eine ausgewogene Ernährung kann sowohl die Erholung nach COVID-19 als auch das hormonelle Gleichgewicht positiv beeinflussen. Besonders wichtig sind:

  • Eine entzündungsarme, nährstoffreiche Ernährung

  • Ausreichende Zufuhr von Eiweiß für Regeneration und Muskulatur

  • Eine gute Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zum Ausgleich möglicher Mikronährstoffdefizite

Nahrungsergänzungsmittel können sinnvoll sein, wenn nachgewiesene Defizite bestehen oder ein erhöhter Bedarf vermutet wird. Dies sollte jedoch medizinisch begleitet erfolgen, da nicht jedes Präparat für jede Person geeignet ist. Ziel ist die Stabilisierung des Energiehaushalts, die Förderung der Regeneration und die Unterstützung des Immunsystems.

Ebenfalls wichtig: Long COVID in der gynäkologischen Praxis

Viele Frauen erleben im Rahmen von Long COVID Beschwerden, die direkt oder indirekt das hormonelle Gleichgewicht beeinflussen. Stressbelastung, Schlafstörungen, Entzündungsprozesse und veränderte Stoffwechselabläufe können sich auf den Menstruationszyklus, die Fruchtbarkeit und das allgemeine Wohlbefinden auswirken. Eine gynäkologische Betreuung kann helfen, diese Zusammenhänge zu erkennen und gezielt zu behandeln.

Hormonelle Veränderungen bei Long COVID
Einige Patientinnen berichten nach der Infektion über:

  • unregelmäßige Zyklen oder verlängerte Zyklen

  • verstärkte oder abgeschwächte Blutungen

  • PMS-ähnliche Beschwerden

  • verstärkte Erschöpfbarkeit während der Menstruation

  • Haut- oder Haarveränderungen

Diese Symptome können durch eine Dysbalance der Stresshormone, eine veränderte Schilddrüsenfunktion oder eine Störung der gynäkologischen Hormone begünstigt werden. Eine gynäkologische Abklärung kann helfen, hormonelle Ursachen zu erkennen und – je nach Befund – therapeutisch zu unterstützen.

Nützliche Links:

guptaprogram.com

reactive-programm.de

reform-therapie.de/long-covid-me-cfs

Podcasts:

Superhelden ohne Cape: Genesungsgeschichten

Blühende Gesundheit

Unheilbar Gesund

Breathing Space: Atemtherapie, Atemmeditation